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Bonbons-Traum
 

Hallo,
ich habe erst heute morgen geträumt, als ob ein junger Mann (denn ich kenne, aber nicht persönlich) erst einer anderen Frau (die ich nicht kenne), dann mir einen weissen Bonbon reichte. Und gleich dannach auch seinen Eltern. Ich kann mich nicht daran erinnern ob ich ihn gegessen habe, aber ich wollte ihn auf jeden Fall essen. Und irgendwie habe ich im gleichen Moment einen Lied in meine Muttersprache gesungen, schön und fröhlich und obwohl ich nicht den ganzen Text kenne, in dem Traum kannte ich ihn ganz gut. In dem Lied geht es um Liebe und Schicksal und das man dem eigenem Schicksal glauben soll...

Ich würde sehr gern wissen, worum es in dem Traum geht. Ich habe meine Grossmutter gefragt und sie meinte, dass alles ziemlich schlimm sein soll und irgendwie will ich das nicht recht glauben.

Den Mann in dem Traum kenne ich und ich mag ihn sehr, aber nichts persönliches...
 
Deutung: Bonbons-Traum
Liebe Träumerin, der Traum enthält keine negativen Bestandteile und Symbole. Insofern hat der Traum keine negative Auswirkung. Du hast also recht, wenn du die Meinung deiner Großmutter nicht als fachgerechte Deutung einordnest. Bei einer negativen Ausrichtung wären deutliche Hinweise auf Unangenehmes zu erkennen. Man würde ein ungutes Gefühl bekommen. Das trifft aber hier nicht zu.

Im Gegenteil ist es ein im Grundton heiterer Traum. Weiß ist die Farbe der Unschuld. Die Stimmung ist in keinem Moment schlecht, sondern positiv. Du singst ein Lied. Und das macht dir Freude.

Es handelt sich nicht um einen Beziehungstraum, obwohl die Liebe besungen wird. Du schwelgst sozusagen in schönen Gefühlen, die mit deiner Vergangenheit zu tun haben. Ein Mann (hier lediglich als Symbol für eine nette Geste, eine nette Handlung) verteilt Bonbons.

Bonbons sind natürlich schon auch ein wenig ein Ersatz für eine heile Welt, nach der du dich ein wenig zurücksehnst. Die Geste des Verteilens von Bonbons an verschiedene Menschen erinnert an eine Familienidylle.

Es ist also ein Traum, der die Sehnsucht nach einer heilen, familiär geborgenen Welt zum Ausdruck bringt, in der du dich angekommen gefühlt hast. Du empfindest dort Liebe und Geborgenheit. Und bist zu tollen Leistungen fähig, weil du plötzlich dich erinnerst, obwohl das nur im Traum in dieser heilen Welt so ist.

Im Traum kannst du den Wunsch nach Liebe und Geborgenheit in einer friedlichen, glücklichen Welt ausleben. Die anderen Personen kommen nicht konkret und detailliert vor. Sie sind auch nicht so wichtig. Es ist eine vertraute Atmosphäre, nach der du dich im Traum sehnst, und diese Sehnsucht geht in Erfüllung. Du fühlst dich gut.

Etwas elegisch ist der Grundton natürlich schon. Warum aber soll man nicht auch mal von einer heilen Welt träumen.

Eine ganz leichte sehnsuchtsvolle Traurigkeit kommt auch darin zum Ausdruck, dass du empfindest, dass man das Schicksal akzeptieren muss, wie es ist. Schließlich ist es das Schicksal. Was kann man daran ändern.

Die Frage ist natürlich, ob damals wirklich alles viel besser war oder ob die Zeit damals immer nur schön war. Sicher nicht. Aber träumen kann man ja trotzdem. Und singen macht froh. Und das ist wichtig. Du findest letztendlich die Geborgenheit am ehesten in dir selbst. Und das drückt der Traum aus. Denn du bist es, die die glückliche Stimmung selbst erzeugst. Und das kann man eigentlich immer tun, egal, wo man ist.

Natürlich gegen das Schicksal kann man nicht anrennen. Aber man kann es sich trotzdem so gestalten, dass man Freude hat, wo auch immer man ist. Insofern hat man auch Einflussmöglichkeiten und kann durch positives Fühlen und durch innere Zufriedenheit so viel Power bekommen, dass man Dinge verwirklichen kann, die einem Freude und Genugtuung verschaffen. Und das gilt auch unabhängig vom Ort.

Für mich gilt also weniger das Schicksal als bestimmend, sondern vielmehr die innere Zufriedenheit, die uns stets leitet oder leiten sollte und auf die wir immer achten müssen.

Also, schwelge ruhig in glücklich machenden Liedern, wenn und solange dir das Kraft gibt. Lass dich nicht beirren. Du bist auf einem guten Wege.
Denn du drückst im Traum deine Gefühle aus. Und das macht lebendig und froh. Und es gibt Kraft.
Klaus
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