TRÄUME DEUTEN - VERSTEHEN - LEBEN
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Der Hund
 

Ich befand mich auf einem Gehweg, es war dunkel und scheinbar Nacht. Auf der gegenüberliegenden Seite lief ein großer Hund. Ich wollte nicht, dass er mich entdeckt und habe versucht mich zu verstecken, der Hund lief erst vorbei und weiter, kam aber zurück, weil er mich aufgespürt hat. Das nächste was ich wahrgenommen habe war, dass der Hund sich hinter mir befand, mich im Nacken packte, aber nicht zubiss. Ich wollte um Hilfe rufen, konnte es zuerst nicht, dann aber gelang mir nur ein leises Rufen. Es ging einfach nicht lauter. Der Hund hat nicht zugebissen, aber ich hatte dennoch große Angst, dass er es doch tut. Er war größer als ich, was sich nicht ungewöhnlich anfühlte, aber er hatte mich in seiner Gewalt. Später traf ich auf eine unbekannte junge Frau, die erleichtert war den Hund wieder gefunden zu haben und sie beteuerte mehrmals, dass er harmlos ist und niemals gebissen hätte. Ich habe dazu nichts gesagt oder mich beschwert.

Träumeliese
 
Deutung: Der Hund
Liebe Träumeliese, der Schlüssel zu diesem Traum ist das Symbol des Hundes. Was bedeutet der Hund symbolisch? Er kennzeichnet eine zupackende kraftvolle, eventuell gefährliche Energie. Der fühlst du dich ausgeliefert. Sie kommt von hinten und packt dich am Nacken. Das ist die Stelle am Körper, wo man sozusagen ziemlich hilflos ausgeliefert ist. Der Gehweg zeigt einen zukünftigen Weg. Es handelt sich also um etwas, das noch bevorsteht. Du kannst noch nicht einmal laut rufen. Die Stimme versagt. Hilfe ist nicht in Sicht. Du musst diesen Weg also selbst gehen und kannst kaum auf Hilfe hoffen.

Es kommt also etwas auf dich zu, was für dich wichtig ist. Es scheint etwas in deinem Leben zu geben, was dich in eine Richtung bringen will, die nicht selbstbestimmt ist, die dich im Gegenteil bedroht. Dir ist die Gefahr aber durchaus bewusst. Vielleicht will dich jemand oder etwas in eine Richtung bringen, die dir eigentlich keinen Vorteil bringt, sondern eher eine Belastung oder ein Zwang für dich bedeutet.

Aber im Traum hast du dann schließlich doch Glück, und die Besitzerin des Hundes kommt und befreit dich. Das ist ein gutes Omen. Die scheinbar schwierigen Umstände lösen sich auf. Und du erhältst schließlich doch Unterstützung. Es besteht also kein Grund zur Sorge.

Der Traum hat dich sozusagen vorgewarnt. Es wird also komplikationslos und ohne Folgen abgehen. Aber eine gewisse Achtung und Aufmerksamkeit ist angebracht, damit es gar nicht erst so weit kommt, dass du in eine schwierige Situation gerätst. Du kannst bereits den Anfängen entschieden wehren. Es bedarf dazu nur einer klaren und entschiedenen Haltung in einer wichtigen Frage, sodass du eben erst gar nicht in eine Abhängigkeitsposition kommst.

Der Weg der Selbstbestimmung und der Selbstbestimmtheit führt dich bei einem entschiedenen Handeln und energischen Auftreten aus der Hilflosigkeit, dem Ausgeliefert-Sein heraus, sodass du von vorn herein nur die Dinge tust, die du für richtig hältst.

Das ist wie bei einem Flucht-Traum. Man muss sich vorstellen, wie man sich umdreht und auf das Befürchtete mit klarem Mut draufzugehen. Mit diesem Gefühl der Entschiedenheit löst sich alles in Wohlgefallen auf.

Interessant wird die Deutung dann, wenn du in einem geführten Tagtraum auf den Hund zugehst, und ihm mit aller Entschiedenheit sagst: "Platz!". Und dann: "Was, Hund, willst du mir sagen. Wovor willst du mich beschützen (mit deinem geplanten "an den Nacken gehen"). Du wirst erstaunt sein, entweder der Hund verwandelt sich in einen Menschen, der sehr hilfreich ist, oder der Hund selbst spricht gedanklich mit dir und antwortet dir auf deine Fragen. Und so entschieden gehst du dann auch im "richtigen Leben" mit den Situationen (oder einer bestimmten Situation) um. Du kannst dir also selbst helfen. Dann bekommst du auch weitere Hilfe. Aber die Stärke und Entschiedenheit muss zu erst von dir kommen.
Klaus
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