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Maden im Haar
 

Diesen Traum hatte ich schon 2 mal! Gestern träumte ich, ich kämme mein Haar auf einmal merkte ich das ich Maden aus dem Haar kämme. Ich kämmte und kämmte aber sie wurden nicht weniger.
Als ich diesen Traum das erste mal träumte wurden die Maden immer mehr. Mein schönes langes Haar befallen von Maden! Ich ekelte mich ganz fürchterlich! Ganz kurz sah ich auch meine kleine Schwester mit Maden im Haar. Ich dachte dann immer, wenn ich aufwache werde ich meine Haare nach Maden untersuchen und wieder kämmen.
Dieser Traum war so real das ich während dem ich träumte,....merkte ich wie ich mich am Kopf die ganze Zeit kratze. Als ich aufgewacht war, merkte ich das es nur ein Träum war und ich keine Maden im Haar hatte. Was heisst das?
 
Deutung: Maden im Haar
In diesem Traum geht es also um Haare und um Maden darin. Du brauchst keine Angst zu haben. Dein Traum-Ich benutzt die Bilder nur als Symbole. Um dir etwas verständlich zu machen. Aber was?

Dein schönes langes Haar, auf das du stolz bist. Haare sind ein Schmuck. Sie stehen für deine weibliche Schönheit und Anmut. Du kämmst diese Haare. Du genießt damit auch etwas an dir. Es ist ein weibliches Empfinden. Schöne lange Haare sind eine Art weibliches Kapital, auf das du stolz bist.

In diesen anmutigen Vorgang kommt nun ein Störfaktor dazwischen. Maden. Schrecklich, eklig, widerlich. Das Gefühl von Schönheit und Anmut und weiblicher Anziehungskraft wird empfindlich gestört. Maden sind zerstörerisch, sie fressen etwas auf. Sie sind Künder von Zersetzung, von Tod, von Ende, von Aufhören, von Vergänglichkeit.

Das Traum-Ich benutzt oft krasse Bilder. Der Traum besagt in einfachen Worten nichts anderes, als dass du dir Sorgen machst um die Vergänglichkeit. Maden können einem alles verleiden. Man kann sich gar nicht mehr auf die Anmut und die Schönheit konzentrieren angesichts der Vergänglichkeit von allem.

Der Traum verkörpert also einen rein seelischen Vorgang. Du machst dir Sorgen, dass das, was du jetzt so stolz genießen kannst, nicht für immer anhält. Und das ist ein Störfeuer, welches einem den Genuss an dem jetzigen schönen Zustand verleiden kann. Maden sind Boten von Beendigung eines Zustandes. Sie verkörpern eine Idee von Vergänglichkeit, von der man eigentlich noch nichts wissen will.

Letztendlich handelt es sich also nur um vermeidbare Ängste über die Zukunft. Eben um die Vegänglichkeit. Es kommt das Gefühl auf, dass du älter wirst, nicht mehr so attraktiv, nicht mehr so schön. Und das kann einem das tolle Gefühl schon ganz schön durcheinander bringen. Davon will man jetzt eigentlich nichts wissen. Haare symbolisieren also nicht nur die Haare selbst, sondern auch den Körper als Ganzes.

Es ist aber eigentlich eine unberechtigte Angst, wenn man sich klar macht, dass mit dem Alter eben auch sehr positive und schöne Dinge einher gehen. Man wird weiser, gelassener, weniger auf die vergängliche Äußerlichkeit fixiert. Man begreift, dass andere Dinge wichtiger sind als die Äußerlichkeit. Man befreit sich von der Geißel des Zwanges zur äußeren Schönheit. Man gewinnt die Einsicht, dass es nicht mehr in erster Linie um äußere Schönheit geht, sondern um innere Schönheit, das heißt hier zum Beispiel inneren Frieden, innere Gelassenheit, innere Distanz zu allem Äußerlichen, Nähe zu seiner eigenen unvergänglichen inneren Quelle. Das kann Ruhe und Frieden schaffen in einer ansonsten sehr vergänglichen äußeren Welt.

Der Traum selbst zeigt nur die Ängste auf. Er macht durch die Maden als Künder der Vergänglichkeit bewusst, dass eben alles vergänglich ist. Die Lösung dieses Problems zeigt er noch nicht auf. Er will aber rechtzeitig den Weg ebenen zu einer Einsicht, dass die wahre Schönheit innen liegt. Dort vergeht sie niemals. Und das ist sehr beruhigend, wenn man es denn verstanden hat.
Klaus
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