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Friedhofsgrab
 

Ich hatte vor einiger Zeit folgenden Traum, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht:

Es ist Dämmerung, ich bin auf einem Friedhof, der an den erinnert, auf dem meine Großeltern (die ich nie kannte) begraben sind. Ich bin dort mit meinen Eltern und sehe ein Grab. Es ist mein Grab, ein weißer Grabstein, und der ist fast vollständig mit brennenden Kerzen bedeckt.
Beim Betrachten merken dann meine Eltern, welche die ganze Zeit nichts gesgat haben, an, dass sie ihren Platz auch schon reserviert haben und deuten in die entfernteste Ecke des Friedhofes, wo sich der einzig freie Platz ohne Grab befindet.
 
Deutung: Friedhofsgrab
Lieber Träumer, ein Friedhof ist ein Ort der Besinnung. Eltern und Großeltern deuten auf Vergangenheit hin. Die Eltern sagen nichts. Und die Großeltern sind tot. Für mich kommt da irgendwie ein Gefühl von Leere an. Es wird nichts gesprochen. Es wird nichts erklärt. Es findet nichts statt. Isoliertheit, Leere, Unausgesprochenes. Die Vergangenheit scheint nicht bewältigt zu sein. Das Fundament, die Basis, der Bezug, die Identifikation fehlt. Identifikation mit was? Es scheint der lebendige und offene Austausch zu fehlen.

Die Eltern ihrerseits haben schon "vorgesorgt". Auch für sie ist aus deiner Sicht nicht viel Lebendiges, nicht viel Sinnfüllendes vorhanden. Sie sind sogar irgendwie getrennt von dir, denn sie weisen in die entfernteste Ecke. Sie reden nicht nur nichts, sie wenden sich im Grunde genommen auch nicht wirklich zu, sondern im Gegenteil. Da sind wohl Lebensbezüge verpasst worden. Sind es Schuldgefühle? Ist es ein Vergessenwollen? Ist es Unfähigkeit, sich dem lebendigen Austausch zu stellen? Was ist schief gelaufen?

Vorwürfe helfen in diesem Fall allerdings wenig. Es ist, wie es ist. Und sie können auch nicht so ohne weiteres aus ihrer Haut. Man könnte vielleicht versuchen, sehr liebevoll und ganz allmählich einen Austausch vorzunehmen. Wenn man denn Lust dazu hätte.

Es geht aber in diesem Traum um dein Leben. Der Traum deutet auf eine Sinnenkrise hin. Aber auch hier bleibt eigentlich alles unausgesprochen. Der Tod als Erlösung? Es sieht fast so aus. Der Traum scheint den Tod zu verherrlichen. Viele Lichter. Aber dennoch bleibt da diese Leere zurück. Sogar der Grabstein scheint weiß und leer zu sein. Und das zeigt, dass der Tod dann letztendlich nicht die Lösung sein kann. Der Traum zeigt also eine Unzufriedenheit auf. Eigentlich ist der Traum damit ein sehr guter Hinweis dafür, etwas im Leben so zu ändern, dass wieder Sinn in das Leben hineinkommt.

Dein Traum-Ich deutet an, dass du nach etwas suchst, was deinem Leben einen tieferen Sinn geben soll. Du brauchst die Fehler der Vergangenheit, oder der Generationen vor dir nicht zu wiederholen. Du kannst zum Beispiel anfangen, über deine Gefühle zu reden. Besonders natürlich über solche Gefühle, die deinem Leben einen Sinn geben, dir eine Freude, eine Begeisterung verschaffen. Forsche also nach, wo und auf welchem Gebiet du das findest, was du bisher vermisst hast.

Jeder Mensch hat etwas, was ihn begeistert. Wo er seine ganz persönlichen Stärken hat. Wo er sozusagen mehr drauf hat als andere. Und hier liegt der Sinn eines erfüllten Lebens. Erfüllung finden, aber wo? Fühle nach innen. Höre nach innen. Spüre nach innen. Da gibt es etwas, das dich mit Freude erfüllt. Finde es. Und verwirkliche es. Dann fühlst du dich lebendig. Achte also immer darauf, wie und wo du dich lebendig fühlst.

Der Traum soll dich sozusagen aufrütteln, die Vergangenheit zu überwinden (sie ist nicht mehr förderlich), dich von alten Mustern zu lösen, und deinen eigenen, selbstbewussten Weg zu finden!
Klaus
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