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Zahnarztbesuch
 

Ich habe letzte Nacht geträumt, dass ich zum Zahnarzt gehe (freiwillig), weil ich endlich was für mich und meine Zähne tun möchte. Ich habe einen halben Zahn (auch in echt, oben links Eckzahn/Backenzahn) und auch eine Zähne müssten gemacht werden, Karies und so. Noch nicht so schlimm, wird aber Zeit. Eigentlich gehe ich nicht gerne zum Zahnarzt, halte nicht viel von Ihnen, mangelndes Vertrauen in echtes Interesse mir Gutes zu tun und nicht nur etwas an mir zu verdienen.
Doch dieser Zahnarzt ist ganz nett, macht einen interessierten Eindruck, prüft meine Zähne und teilt mir mit, wie viel die Behandlung kostet. (Irgendwie habe ich nicht mit so hohen Kosten gerechnet, eigentlich hätte ich überhaupt gedacht, dass es mich etwas kostet). 604 Euro soll die Reparatur kosten. Kann ich mir nicht leisten. Ich habe nicht soviel Geld. Ich möchte wirklich endlich meine Zähne in Ordnung bringen lassen, aber ich habe nicht so viel Geld und ich bin wohl auch nicht bereit mich dafür zu verschulden!
Der Zahnarzt macht mir einen überraschenden Vorschlag, wie das Problem mit dem Geld vielleicht gelöst werden könnte. Er ist wirklich an der Behandlung und Lösung meiner Zahnprobleme interessiert.
Er sagt, dass er einen befreundeten Zahnarzt oder Zahntechniker kennt, der mir eine Zahnspange und noch etwas baut und ich es dann selber einsetzen kann. Ich spare dadurch 200 Euro. Das klang doch nach mehr als es letztlich bringt. Denn es sind immer noch ca. 400 Euro zu zahlen. Ich überlege, ob ich es in Raten zahlen könnte doch ich traue mich nicht zu fragen, weil ich befürchte, dass er ablehnt und ich dann nicht behandelt werde.
In einer anderen Szene liege ich auf dem Behandlungsstuhl des Zahnarztes und zwei Arzthelfer mit verdecktem Gesicht, Mundschutz und OP-Haube und OP-Kleidung, Handschuhe wollen mich noch von etwas Unreinem, kaputtem, Infektiösem befreien, damit ich aseptisch genug für die Behandlung bin. Ich bin empört, dass Sie ohne mein Einverständnis zu erfragen und zu erhalten, dies einfach machen. Sie haben eine Art Pedikür/Manikür gerät mit einem Schleifkegel und schleifen Stellen auf meinem Kopf ab/weg. Ich weiß nicht was, es tut auch nicht weh oder so. Meine Tochter (10 Jahre ist auch da und unterstützt mich in meiner Abwehr gegen diese übergestülpte Behandlung. Das freut mich!

Nächste Szene: Meine Tochter und ich sitzen im Warteraum oder eher auf einem Flur auf Wartestühlen auf meine Zahnoperation. Frage mich wann es los geht. Da wird mir mitgeteilt dass der Zahnarzt Hunger hätte und Abendbrot ist. Meine Tochter und ich sehe wie im Raum am anderen Ende Flures der Arzt und sein Personal sich gemeinsam an einen Esstisch setzen und sich erst einmal zu Abend essen. Mich beachtet keiner mehr. Eigentlich ist der Zahnarzt rund um die Uhr geöffnet also die Praxis, 24 Stunden. Das bedeutet ja das er und sein Personal auch spät Abends da sein müssen. Ich bin ja auch spät abends zur Behandlung gekommen.
Aber jetzt weiß ich gar nicht wie ich jetzt hier rumsitzen muss und wann es los geht. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich gleich behandelt werde.
Ich sage zu meiner Tochter, dass wir bei dieser Behandlung eigentlich jetzt gehen sollten, und auf die Behandlung verzichten.

Ich habe neulich einen Traum deuten lassen und dabei erwähnt, dass meine berufliche Situation nicht so schön ist bzw. ich nicht schön finde. Meine Kollegen sind nicht sehr freundlich zu mir (gewesen) und in einen hatte ich mich auch verliebt und abgewiesen worden.
Gestern haben wir gemeinsam an einer Schulung teil genommen. Ich wollte ihm nicht begegnen. Als er den Raum betrat habe ich schnell den Augenkontakt abgebrochen und intensiv in meiner Tasche gewühlt. Er schaute zu mir. Ich glaube er hat gesehen, dass ich weg sah, keine Ahnung. Auf jeden Fall hat er sich woanders hingesetzt. Ich wusste jetzt nicht ob ich froh war oder nicht. Kompliziert.
Ich weiß nur dass ich wohl immer noch Gefühle für ihn habe und immer noch traurig bin über sein Desinteresse. Doch nach der Schulung, sprach er mich an und wollte wissen, was ich jetzt noch mache.?????????????? Ok, ich habe ihm gesagt, dass ich noch in der Kantine einen Kaffe trinken werde. Die Schulung hatte nur die halbe angekündigte Zeit gedauert. Und ich bin an meinem freien Tag dort hin gegangen. Er wollte mitkommen musste aber wie zu erwarten war doch noch etwas anderes zu tun gehabt. Habe mich davon nicht von meinem Weg abbringen lassen. Ich fühlte mich aber schon wieder in einer Warteposition, unfrei und gebunden. Schließlich will er ja nichts von mir (als Frau/Person).
Irgendwann kam er dann auch. R hat mich wieder mit seinen Ansichten von meiner emotionalen Gefühlslage zu Verletzungen und Kränkungen seitens meines Vorgesetzten genervt. Es geht ihn eigentlich nichts an, wie ich mit meinen negativen Gefühlen umgehe. Aber er setzt sich darüber hinweg. Dann will er gehen, er meinte er würde schon wieder unruhig. Lange hielt es ihn nicht! Dann erblickt er einen ehemaligen Kollegen und bittet ihn quasi zu uns an den Tisch. Er fing er ein angeregtes Gespräch mit ihm an (Thema: unser Vorgesetzter). Irgendwann reicht es mir und ich stehe auf und verabschiede mich. Die anderen beiden gehen daraufhin auch (weiter arbeiten).
Was will mir Traum damit sagen? Bin ich ein hoffnungsloser Fall? Oder kriege ich irgendwann die Kurve im Umgang mit dem Herrn?
Vielen Dank!
 
Deutung: Zahnarztbesuch
Liebe Träumerin, interessant an deiner langen Schilderung ist, dass alle Szenen eigentlich im Kern dasselbe aussagen. Im Grunde wirst du fast von allen Leuten nicht in der von dir erwarteten oder erhofften Weise behandelt. Nur deine Tochter hält zu dir. Aber sonst eigentlich niemand so richtig bzw. niemand kann es dir recht machen. Es gibt zwar im ersten Fall ein Bemühen des Zahnarztes, aber er ist zu teuer. Du bist nicht einverstanden. Das gleiche Spiel beim zweiten Zanarzt. Eigentlich bist du in allen Fällen nicht einverstanden mit dem Angebot der Leute.

Deine Zahnarzt-Situation ist nicht schön, deine berufliche Situation ist nicht schön, deine Partner-Situation ist nicht schön. Es klappt offenbar auf der ganzen Linie etwas nicht. Mehr und mehr kristallisiert sich heraus, dass die Leute (Zahnarzt, Partner) eigentlich nicht wirklich etwas von dir wissen wollen. Der Partner findet es interessanter, mit einem Freund zu plaudern als mit dir. Warum? Bist du nicht interessant genug? Bist du zu rebellisch? Der Zahnarzt hat Hunger, was für eine kuriose Geschichte. Er zieht es jedenfalls vor zu essen als dich zu behandeln.

Könnte da vielleicht in deiner Haltung oder Einstellung etwas sein, was die Leute zu diesem Abwehr-Verhalten bringt? Immerhin ist es eine Häufung von Ablehnungen oder Desinteresse. Und wenn Leute entgegenkommend sind und vielleicht helfen wollen, dann ist dir nichts recht. Überall hast du etwas auszusetzen. Mit recht? Du magst in allen deinen Argumenten sogar recht haben. Aber es nutzt nichts, die Leute wenden sich von dir ab. Sie wollen nichts von dir wissen. Vielleicht fürchten sie, dass du beim nächsten Mal wieder etwas auszusetzen hast. Du wirst von ihnen deshalb geschnitten. Und zwar von Traum zu Traum sich steigernd. Bist du möglicherweise in einer rebellischen Phase? Könnte es sein, dass die Leute nicht zuvorkommend und nett sind, weil du selbst nicht zuvorkommend und nett bist?

"Ich bin nicht bereit...", "Ich bin empört...", "übergestülpte Behandlung", "nicht schön finde...", "Augenkontakt abgebrochen", "in der Tasche wühlen...", "nicht schön finde", "ich sah weg...", "schon wieder in einer Warteposition, unfrei und gebunden...", "genervt...", "Es geht ihn eigentlich nichts an, wie ich mit meinen negativen (!) Gefühlen umgehe...", "reicht es mir...", "hoffnungsloser Fall?...". Was spiegeln die Träume?

Die Träume spiegeln deine Gefühlssituation. Geliebt wird man nur, wenn man selbst liebt! Dann wird man auch zuvorkommend behandelt. Dann findet sich für alles eine Lösung. Du strahlst im Traum wenig Liebe aus. Eigentlich hast du an allem etwas auszusetzen. Das spüren die anderen Menschen.

Natürlich bist du kein hoffnungsloser Fall. Aber du solltest dich auf die positiven Dinge konzentrieren. Es gibt auf der Welt jeden Tag Dinge, die einem nicht gefallen. Für jeden Menschen. Wir dürfen die Augen nicht verschließen vor den täglichen Unvollkommenheiten. Wir können sie anschauen, ja, und dann aber sollten wir versuchen, in jeder Situation das Beste herauszuholen. Genau das ist unsere Herausforderung! Wir können also das "Negative" kurz anschauen, uns dabei aber nicht drauf fokussieren! Sondern immer und immer nach der bestmöglichen Lösung suchen. Wenn es mit dem von dir momentan bevorzugten Mann keine Lösung gibt, dann wird es eine bessere Lösung für dich geben! Vertraue darauf.

Du wirst sehen, wenn du dich immer auf das Bestmögliche konzentrierst, werden dich die Menschen lieben.
Klaus
 
Deutung: Zahnarztbesuch
Übrigens ist mir zu deinem Traum nachträglich noch eingefallen, dass ich noch gar nicht auf Zahnarzt und Zähne eingegangen war. In einer geradezu von deinem Traum-Ich wunderbar symbolisch ausgedrückten Form sind die Zähne ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.

Und Zähne haben etwas mit Beißen zu tun. Sie sind ein Symbol für die Durchsetzungsfähigkeit eines Menschen. Das ist das, worum es in deinen Träumen auch inhaltlich geht. Wenn die Zähne so sehr im Zentrum stehen, dann ist das ein klarer Hinweis dafür, dass dein Traum-Ich dir zeigen will, dass an dieser Stelle etwas zu ändern oder zu bearbeiten ist.

Immerhin hast du ja schon selbst gefunden, dass du unbedingt an deinen Zähnen etwas machen lassen wolltest. Du hast also - symbolisch gesehen - schon selbst etwas an der "Durchsetzung" tun wollen, also an der Art und Weise, wie man mit Situationen umgeht, in denen man etwas anders haben will als es einem bis dahin geboten wurde.

Der Traum erzählt also allein schon durch die Wahl des Symbols Zähne, dass die Art, Kritik auszudrücken, zu "behandeln" ist. Also Kritik ist durchaus richtig, aber eben die Art, wie man sie ausdrückt, ist entscheidend dafür, ob andere die Kritik annehmen (einem zugewandt bleiben). Deshalb ist die beste Kritik immer diejenige, bei der man einen Alternativ-Vorschlag macht.

Das nur noch ganz kurz zu dem durch die Symbolik noch viel klareren Traumgeschehen.
Klaus
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